Auch gegen Ingolstadt gelingt der Auswärtssieg nicht!

Wieso erwarte ich eigentlich, das ein Spiel, welches überlegen geführt wird, am ende auch gewonnen wird? Wie komme ich nur dazu, mich über ein Unentschieden, welches in der letzten Sekunde erzielt wurde, nicht zufrieden zu sein? Und wie komme ich auch nur auf die Idee, dass dieses Spiel vielleicht doch peinlich war?

Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht nur auf die Tabelle schaue, dass ich mir nicht sage, dass schon alles gelaufen ist, das die Saison schon gelaufen ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht nur gute Spiele sehen und hören will, nein, sondern das ich auch ab und an mal einen Sieg erleben möchte. Wir mögen in dieser Saison nicht mehr um einen Abstiegsplatz spielen, jedenfalls derzeit nicht, aber wenn das nicht der Fall wäre, wenn wir 30 Spiele super Fußball spielen würden, davon aber keines gewonnen hätten, dann wären wir auf einen Abstiegsplatz. Denn mit super Fußball alleine gewinnt man nichts, zum super Fußball gehören eben auch Siege dazu und die kommen viel zu selten raus – auch wenn wir ein ganzes Spiel lang das bessere Team waren. Aber ich wollte mich ja gar nicht aufregen, das habe ich ja letzte Woche schon gemacht, also kommen wir zum Spiel.

Union drückt, Ingolstadt macht das Tor – oder „Im Westen nichts neues“

Die erste Halbzeit verlief so, wie viele erste Halbzeiten in dieser Saison auf fremden Platz gelaufen sind. Der 1.FC Union Berlin macht druck aufs gegnerische Tor, schafft es aber nicht, den Ball auch einmal im Tor zu versenken. Dann kommt Ingolstadt mit dem ersten wirklich gefährlichen Angriff und macht das 1:0 für Ingolstadt. Die Eisernen lassen den Kopf aber nicht hängen, wirken nicht einmal geschockt vom Tor, und kommen gerade einmal 120 Sekunden später zum verdienten Ausgleich. Mit diesem 1:1 ging es dann auch in die Pause.

In der zweiten Halbzeit dann das, was keiner vom 1.FC Union in dieser Saison erwartet, nämlich ein schneller Führungstreffer zum 1:2. Doch anstatt das 1:3 zu machen, verlegt man sich jetzt lieber auf Spielkontrolle. Und das Spiel hatte der 1.FC Union Berlin durchaus im Griff. Doch was nutzt das, wenn am Ende dann ein gelungener Angriff von Ingolstadt reicht, um den Ausgleich zu erzielen? Und weil das ja nicht genug ist, lässt man Ingolstadt auch noch das 3:2 machen.

Und genau an dieser Stelle wird es peinlich, auch wenn andere Union-Fans das nicht so sehen möchten. Die Eisernen dominieren das Spiel, machen mit den Ingolstädtern was sie wollen und Ingolstadt geht in Führung. Das soll nicht peinlich sein? Das soll ein super geiles Spiel gewesen sein? Ich weiß ja nicht! Ingolstadt war nicht mehr am Leben, aber Union musste ja wieder Notarzt spielen, und schaffte es nach 70 Minuten Herzmassage die Ingolstädter wiederzubeleben. Klasse!

Achja, in der Nachspielzeit machte Karl dann noch das 3:3. Das Team holt also einen Punkt, der sich nach einer Niederlage anfühlt.

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