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Karlsruher SC - 1.FC Union Berlin 2:0 - Saison 2011/2012

Ich weiß schon gar nicht mehr was ich schreiben soll. Alle meine Formulierungen klingen viel zu hart, härter als ich mich ausdrücken möchte und doch muss es gesagt werden. 2:0 gewann Karlsruhe das Spiel gegen unsere Eisernen. Ein 2:0, das mir wehtat, und vielen anderen Fans wahrscheinlich auch.

Wie oft habe ich in dieser Rückrunde schon geschrieben, dass es so einfach nicht weitergehen kann?Ich habe mich schon ein paarmal darüber beschwert, dass unsere Stürmer vorne einfach zu wenig Tore machen – was auch gegen Karlsruhe wieder der Fall war. Viel zu oft machen wir dann in der Abwehr Fehler, die uns den Sieg, - oder zumindest das Unentschieden kosten.

Einige Spiele wären anders gelaufen, wenn wir einmal unsere Chancen genutzt hätten, und der Ball im Tor gelandet wäre. Dann würden wir nämlich gegen Bochum nicht unter Druck geraten, und dann würden wir auch nicht zwei Elfmeter kassieren. Dann würde Paderborn nicht ins Spiel finden und Ingolstadt nicht zurück kommen – wenn wir unsere Chancen genutzt hätten.

Und Chancen gab es genügend! Nur dann kommt ein Terodde, ein Silvio oder wie sie sich alle nennen, und sie schieben den Ball am Tor vorbei, auch wenn das Tor eigentlich leer ist. Oder man versucht den Ball ins Tor zu tragen, was ab und zu sicher gelingt, aber eben nicht immer.

Auch gegen Karlsruhe war es wieder so, und das Spiel war berechenbar. Die Formel lautet: Bekommen wir in der ersten Halbzeit ein Tor und können es nicht sofort wieder ausgleichen, kommt der zweite Treffer kurz nach dem Wiederanpfiff. Gegen Karlsruhe war es diesmal nicht kurz danach, sondern kurz vor dem Ende des Spiels, aber das ändert leider nichts daran, dass die Spiele berechenbar sind und das der Gegner hinten eigentlich keine Angst haben braucht, denn der 1.FC Union Berlin braucht zu viele Chancen.

Schaue ich auf die Topteams, dann sehe ich dort mindestens einen Torschützen, der weit im zweistelligen Bereich liegt. Und es ist meist nicht nur ein Spieler, es sind mehrere. Unsere Eisernen haben schon seit Jahren keinen Torschützen, der in solche Regionen kommt, und das, obwohl wir so viele Chancen haben. Silvio hat gerade einmal 7 Treffer erzielt in dieser Saison – Eintracht Frankfurt hat vier Spieler, die mehr Treffer erzielt haben. Nur Mattuschka konnte in der Saison 2009/2010 mit 10 Treffern in der Saison glänzen, danach kam kein Spieler mehr in den zweistelligen Bereich.

Aber genau so einen Spieler braucht Union, einen, der vorne den Ball reinmacht, der nicht 10 Chancen braucht. Das soll jetzt nicht gegen Silvio oder Terodde gehen, aber beide bleiben bisher den Beweis schuldig, Torschützen-Qualität zu haben. Wollen wir aber wirklich nächstem Jahr angreifen, und um den Aufstieg mitspielen, dann brauchen wir genau so einen Torschützen, denn sonst laufen auch in der nächsten Saison die Spiele wieder genau so, wie sie jetzt gelaufen sind.

Es braucht mir auch keiner mit der Ausrede kommen, dass in der Rückrunde eh nichts mehr drin war. Die Mannschaften vor uns haben eine Menge Punkte liegengelassen, und hätten wir die Spiele gegen Paderborn, München und Bochum gewonnen, was von den Chancen her ja möglich war, dann wären auch wir jetzt mit vorne dran. Und wenn wir die Rückrunde einmal genau betrachten, dann können wir uns eigentlich bei den Teams hinter uns bedanken, dass auch diese zu blöd sind, um regelmäßig zu punkten. Hätten wir Pech gehabt, dann wären wir jetzt wieder mittendrin im Abstiegskampf, denn 11 Punkte aus 11 Spielen, das ist einfach zu wenig. Zum Glück haben wir aber eine gute Hinrunde gespielt, die durch die schlechte Rückrunde aber leider nicht dazu führt, dass es das beste Zweitliga-Jahr für den 1.FC Union Berlin wird.

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