Direkt zum Hauptbereich

Halbzeitbilanz der Saison 2012/2013 - Der Sturm ist das Problem

17 Spieltage, 24 Punkte, 6 Siege, 6 Unentschieden und 5 Niederlagen – so liest sich die Bilanz zur Halbzeit der Saison. Das sind durchschnittlich 1,41 Punkte pro Spiel und für die Tabelle bedeutet dies, dass wir auf Platz 7 stehen, punktgleich mit 3 anderen Teams. Außerdem haben wir 12 Punkte Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze und 10 Punkte Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze.

Eigentlich hört sich diese Bilanz gar nicht so schlecht an, aber wenn man sich dazu noch die Spiele ansehen würde, würde man schnell verstehen, dass die Tabelle schon das positivste ist und es sehr viele negative Dinge zu berichten gibt.

Die Abwehr

Auch wenn die Abwehr einige gute Momente hatte, so hat sie auch einige Fehler gemacht, die dazu geführt haben, dass wichtige Punkte verloren gegangen sind. Jedoch kann man der Abwehr wohl nur einen geringen Anteil daran geben, dass der 1.FC Union Berlin nur 24 Punkte geholt hat.

Das Mittelfeld

Das Mittelfeld hat einige gute Spiele gemacht, aber auch einige schlechte. Aber auch hier kann man zufrieden sein, denn insgesamt wurden eine Menge Chancen herausgespielt. Auch das Mittelfeld kann also nicht für die durchwachsene Leistung verantwortlich gemacht werden.

Der Sturm

Der Sturm hingegen ist derzeit das Problemkind bei unseren Eisernen. Nur 8 der bisher erzielten 25 Tore wurden von einem Stürmer erzielt, dabei ist Terodde mit 5 Toren bisher der erfolgreichste Stürmer. Silvio und Nemec sind eine einzige Enttäuschung und sie müssen sich in der Rückrunde noch kräftig steigern, wenn sie weiterhin als Stürmer bezeichnet werden möchten. Über Steven Skrzybski kann ich nicht wirklich viel sagen, wobei er bisher auch nur einen Einsatz hatte.

Hätten die Stürmer ein paar mehr ihrer Chancen genutzt, würden unsere Eisernen in der Tabelle noch besser dastehen. Damit möchte ich zwar nicht behaupten, dass wir jetzt auf den Aufstiegsplätzen stehen würden, aber wir könnten schon ein wenig mehr Vorsprung auf die Abstiegsplätze haben. 6 Punkte mehr wären locker drin gewesen, aber das sind alles nur Spekulationen.

Der Torwart

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich Daniel Haas als Nummer 1 durchgesetzt. Mit seinen Paraden hat er einige Unentschieden und einige Siege festgehalten. Aber auch er hat, gerade in der Anfangszeit der Saison, einige Fehler gemacht. Wenn er aber auf seinem jetzigen Niveau weiter spielt, braucht sich der Verein auf dieser Position keine Sorgen machen.

Fazit

Sollte der Sturm sich zur Rückrunde noch steigern und die anderen Teamteile auf diesem Niveau weiter spielen, brauchen sich die Eisernen keine Sorgen um den Klassenerhalt machen. Steigert sich das gesamte Team, könnten sie auch noch den ein oder anderen Aufstiegskandidaten ärgern. Dazu müssen die Eisernen aber auch ihre Leistungsschwankungen abstellen, denn nur eine gute Halbzeit ist einfach zu wenig, um im oberen Tabellendrittel mitzuspielen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Frage mit den Tickets

Uiii, alles so staubig hier. Ist ja auch schon länger her, dass ich hier einen Artikel veröffentlicht habe. Warum ich jetzt schreibe? Weil ich genervt bin! Die Diskussion über die Tickets und Dauerkarten nervt. Die Diskussion darüber, welcher Fan denn jetzt eigentlich genau der Fan ist, der ein Vorkaufsrecht haben sollte und wer eben noch nicht genug Fan ist, nervt genauso. Wir haben nicht mehr die Situation, wie wir sie 2001 hatten und wir müssen uns eben daran gewöhnen, dass wir nicht mehr nur 6.000 bis 10.000 Fans im Stadion sind, sondern dass da inzwischen mehr Fans sind, als das Stadion Kapazitäten hat.
Vorkaufsrecht für irgendwen und warum für genau diese Gruppe?
Die Vereinsführung hat sich gewagt, etwas an der Regelung für das Vorkaufsrecht von Dauerkarten zu ändern und sie hat den Rabatt für Dauerkarten abgeschafft. Wobei die erste Änderung erst ab der übernächsten Saison, also 2018/19 greift, denn dann haben die Dauerkarteninhaber kein Vorkaufsrecht mehr für die Dauerkarten d…

23. Spieltag 14/15: RB Leipzig gegen den 1.FC Union Berlin

Hach, was war das für ein Spiel? Nach nicht mal zehn Minuten stand es schon 2:1 und am Ende der ersten Halbzeit sogar schon 3:2 – leider nicht für meine Eisernen, sondern für RB Leipzig. Aber Spaß gemacht hat die erste Halbzeit dennoch, weswegen mich die Niederlage nicht wirklich ärgert, auch wenn die zweite Halbzeit dann nicht mehr mit der Ersten mithalten konnte.
Elfmeter und fehlende Abwehr
Los ging das Spiel so, wie viele Spiele von unseren 1.FC Union Berlin beginnen, mit einem Tor für die gegnerische Mannschaft. Diesmal war es ein früher Elfmeter, der Leipzig früh in Führung brachte (3.Minute). In der siebten Minute war das Spiel dann eigentlich schon gelaufen, denn da legte Leipzig das 2:0 nach, doch schon eine Minute später – ich war mit dem Meckern noch gar nicht fertig – konnten unsere Eisernen zum 2:1 verkürzen. Doch was nutzt das, wenn die Abwehr nicht wirklich steht und es nach 13 Minuten dann schon 3:1 steht? Nicht wirklich viel, zumindest dann nicht, wenn die gegneris…

Eine Spielzeit voller Missverständnisse

Lange habe ich jetzt nichts geschrieben. Ich wollte nicht, weil die Saison selbst schon total bescheiden ist und jeder Artikel, den ich dazu schreiben könnte, nur noch bescheidener werden kann. Dabei sah es gar nicht so schlecht aus. Nach 15 Spieltagen waren wir auf Platz 4 in der Tabelle. Es fehlten uns gerade einmal vier Punkte auf Platz 2 und fünf Punkte auf Platz 1. Die Welt war in Ordnung, wir konnten das Saisonziel - es war der Aufstieg in die 1. Bundesliga - locker erreichen. Sicherlich gab es in diesen ersten 15 Saisonspielen Phasen, die nicht so optimal liefen, aber das Team strahlte Selbstbewusstsein aus und alles was noch nicht so optimal lief, hätte in der Winterpause korrigiert werden können.

Dann kam der 16. Spieltag. Eine knappe Niederlage gegen Bochum, eigentlich kein Beinbruch, auch die Tabellensituation änderte sich nicht gravierend, aber es war der Anfang vom Ende der Saison. In den Tagen darauf wurde Jens Keller entlassen. Total überraschend für mich, denn aus spor…