Direkt zum Hauptbereich

Trainerdiskussion beim 1.FC Union Berlin - Saison 2013/2014


Nachdem der 1.FC Union Berlin am Sonntag gegen Erzgebirge Aue mit 3:2 verloren hat, keimt nun die Diskussion um den Trainer Uwe Neuhaus auf. Die Frage ist, ob Uwe Neuhaus den Verein in Zukunft noch weiterentwickeln kann, oder ob durch einen neuen Trainer neuer Schwung in das Team kommt.

Dank Uwe Neuhaus in Liga Zwei


Natürlich haben wir Uwe Neuhaus eine Menge zu verdanken. Er führte unsere Eisernen zurück in die zweite Liga und er war es, der unsere Eisernen in der zweiten Liga etablierte. Diese Erfolge muss man ihm hoch anrechnen und diese Erfolge sind es auch, die dem Trainer seinen großen Rückhalt bei den Fans beschert.

Auf der anderen Seite muss aber auch erwähnt werden, dass das Team jetzt schon seit einigen Jahren auf der Stelle tritt. In den letzten Jahren konnten durften wir viele starke Spiele erleben, durch welche die Hoffnungen auf einen baldigen Aufstieg in die Erste Bundesliga genährt wurden. Aber es gab eben auch Spiele, in welchen man der Mannschaft die Zweitligatauglichkeit absprechen musste. Und genau hier lag das Problem, denn der Mannschaft fehlt die Konstanz, um tatsächlich um den Aufstieg mitspielen zu können.

Aber nicht nur die Konstanz fehlt, sondern das Team macht auch immer wieder dieselben Fehler. Nehmen wir zum Beispiel das Heimspiel gegen Greuther Fürth, welches wir 2:4 verloren haben. Ja, wir führten zur Halbzeit mit 1:0, aber in der zweiten Halbzeit machten wir Fehler, wie wir sie schon seit Jahren gegen Fürth machten. Es war hier keine wirkliche Entwicklung zu sehen, obwohl die Fürther in der Zwischenzeit schon in der ersten Liga gespielt haben.

Dasselbe gilt für Spiele, die das Team, wenn wir nur von den Chancen ausgehen, hätte gewinnen müssen. Auch das ist keine neue Situation, denn auch diese Schwäche ist schon seit Jahren zu sehen. Immer dann, wenn das Team etwas erreichen kann, versagen die Nerven, was dann dazu führt, dass wir wichtige Punkte liegen lassen.

All diese Dinge müsste der Trainer nach und nach abstellen. Dabei verlangt natürlich keiner, dass das von heute auf morgen geht, aber Uwe Neuhaus ist ja auch nicht erst seit gestern Trainer beim 1.FC Union Berlin. Allerdings sind in den letzten Jahren keine wirklichen Fortschritte in diesen Bereichen zu sehen, weswegen ich auch verstehen kann, warum es jetzt zu einer Trainerdiskussion kommt.

Natürlich bin ich da zwiegespalten, denn, wie oben schon erwähnt, wir haben Uwe Neuhaus eine Menge zu verdanken. Wir können nicht einmal behaupten, dass wir in dieser Saison schlecht dastehen, was auch gegen eine Trainerdiskussion spricht, aber wenn man den Stillstand der letzten Jahre beachtet, könnte tatsächlich ein neuer Trainer für mehr Schwung sorgen. Es könnte aber auch nach hinten losgehen, weil Uwe Neuhaus aus dem Team mehr rausholt, als es eigentlich leisten kann.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ein ganz normaler Lebenslauf...

Gestern wurde ich von einem Reporter des Tagesspiegels angerufen. Er wollte mir kein Abonnement verkaufen, sondern mich zu einem Artikel befragen, der in der Berliner Zeitung erschienen ist. Ich hatte diesen noch nicht gelesen, weil ich mich immer erst am Abend der Presseschau des 1.FC Unions widme, weswegen ich dem Reporter auch nicht wirklich weiterhelfen konnte. Er erklärte mir kurz, worum es in dem Artikel geht, und ich dachte mir: „Na und?“. Ich sagte ihm dann, dass ich dazu nichts sagen könnte und dann war das Gespräch auch schon beendet. Worum ging es? Natürlich um die Vergangenheit von Dirk Zingler, eine Vergangenheit, die in der DDR spielt. Dirk Zingler war damals 18 Jahre alt, stand am Anfang seiner beruflichen Laufbahn und er hatte das Pech, nicht in der BRD zu leben. Zu der Zeit wusste noch niemand, dass es die DDR bald nicht mehr geben würde, weswegen man sich Gedanken über seinen Lebensweg in der DDR machen musste. Es ging darum, wie das weitere Leben verläuft, ob man s

Eine Spielzeit voller Missverständnisse

Lange habe ich jetzt nichts geschrieben. Ich wollte nicht, weil die Saison selbst schon total bescheiden ist und jeder Artikel, den ich dazu schreiben könnte, nur noch bescheidener werden kann. Dabei sah es gar nicht so schlecht aus. Nach 15 Spieltagen waren wir auf Platz 4 in der Tabelle. Es fehlten uns gerade einmal vier Punkte auf Platz 2 und fünf Punkte auf Platz 1. Die Welt war in Ordnung, wir konnten das Saisonziel - es war der Aufstieg in die 1. Bundesliga - locker erreichen. Sicherlich gab es in diesen ersten 15 Saisonspielen Phasen, die nicht so optimal liefen, aber das Team strahlte Selbstbewusstsein aus und alles was noch nicht so optimal lief, hätte in der Winterpause korrigiert werden können. Dann kam der 16. Spieltag. Eine knappe Niederlage gegen Bochum, eigentlich kein Beinbruch, auch die Tabellensituation änderte sich nicht gravierend, aber es war der Anfang vom Ende der Saison. In den Tagen darauf wurde Jens Keller entlassen. Total überraschend für mich, denn aus spo

Deutschland gegen Japan – am Ende entschied der Kopf

„Nur nicht gegen Japan“, dachte ich mir noch im letzten Vorrunden-Spiel. Bis dahin dachte ich noch, dass Japan den Gruppensieg holt und somit auch Deutschland den Gruppensieg braucht. Deswegen habe ich mich auch über den Sieg gefreut, aber nur, weil ich mich vorher nicht erkundigt hatte, wie Japan gespielt hat. Das Japan gegen England verloren hat, und somit nur Gruppenzweiter wurde, habe ich erst nach dem Spiel erfahren und dann habe ich mich geärgert. Ich habe die ersten beiden Spiele von Japan gesehen und wusste, dass es gegen dieses Team schwer wird. Das England die lösbarere Aufgabe gewesen wäre, das hat uns gestern Frankreich gezeigt – wir erinnern uns an den Sieg gegen Frankreich im letzen Vorrunden-Spiel. Nun war Japan aber unser Gegner, und wenn man Weltmeister werden möchte, dann muss man jedes Team schlagen. Und das, was unsere deutschen Spielerinnen gezeigt haben, sah doch eigentlich gar nicht so schlecht aus. Das Einzige, was fehlte, dass waren die Tore und genau dieses